Tipps für Australien mit Baby

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Australien mit Baby und Kind – meine Tipps

Wie war der Flug mit Baby? Welche Nahrung dem Baby auf so einer Reise geben oder welches Insektenmittel hilft auch bei kleinen Kindern und ist bedenkenlos anzuwenden? Nach unserer ersten großen Reise an die Ostküste Australiens kamen mir viele Stichwörter und Tipps in den Kopf, die ich gerne weitergeben möchte. 

Autositz für Kinder

Eines vorweg: Aufgrund gesetzlicher Vorschriften dürfen in Australien keine europäischen Kindersitze benutzt werden. Daher entfiel diese Option, unseren Maxi Cosi mitzunehmen. wäre für den Flug ja auch sicherer gewesen (wenn auch teurer).

So haben wir im Camper einen Kindersitz bekommen, der nicht vergleichbar mit einer Babyschale (wie in Deutschland für ein 9-monatiges Baby) war, sodass unsere Kleine nach Vorne gerichtet saß und ihr Köpfchen beim Schlafen immer nach Vorne gefallen ist (ein Nackenhörnchen brachte übrigens wenig Besserung).


Buggy

Wir haben uns vor der großen Reise einen Buggy gekauft, der mit ca. 8kg super leicht war und sich als überaus wendig herausgestellt hat – ob in der Stadt, auf dem Campingplatz oder mal ein kurzes Stück am Strand. 

Tipp: Extra Sonnensegel mitnehmen, das man an KiWa/Buggy montieren kann, da der Schutz am Buggy selbst meist nicht so groß ist.


Duschen  

Familienumkleiden

An vielen Campingplätzen (v.a. der Big4-Kette) gab es komfortable Duschmöglichkeiten für Babys/Kleinkinder. Das nannte sich entweder „Family Bathrooms“ oder „Baby Bathroom“, einfach an der Rezeption danach fragen, dann bekommt man einen Schlüssel und kann in Ruhe sein Baby baden/duschen/anziehen.


Einfuhr von Lebensmitteln

Australien ist sehr streng, was die Einfuhr von Lebensmitteln betrifft. So dürfen z.B. keine Nüsse oder Obst eingeführt werden. Eine ausführliche Beschreibung zur Einfuhr von Lebensmitteln steht auf der Seite der Australischen Regierung. Wir haben z.B auch das Milchpulver und Gläschen angegeben, das wir bei uns hatten. Es gilt: Lieber einmal mehr deklariert und einer möglichen Strafe aus dem Weg gegangen.


Flug mit Baby und Kind

Über die lange Anreise macht man sich natürlich lange im Vorfeld Gedanken und hört von allen Ecken: „Was, das tut ihr euch und den Kindern an“ oder „Muss denn so ein langer Flug mit Baby wirklich sein?“. Für uns war die Entscheidung klar und wir bereuen es auch nicht und wagen uns sogar an die Reise mit Baby und Kindergartenkind 2019 :).
 

Wir sind mit Singapore Airlines ab Frankfurt via Singapur geflogen, zurück mit SilkAir via Singapur, die auch zu Singapore Airlines gehört. Ich habe bewusst die langen Strecken (Frankfurt-Singapur) mit Nachtflügen gewählt, was gut war, damit das Baby zu seinen vermeintlichen Schlafzeiten ruhen kann. Das würde ich immer wieder so machen.

 

Generell erhält man als Familie mit Kleinkind Priority Boarding sowie z.B. oft auch ein Vorlassen beim Sicherheitscheck oder Einreise. Unseren Buggy haben wir immer ca. 10 Minuten vor dem Boarding abgegeben, er wurde dann in einer Plastiktüte verpackt (das machen bei Weitem nicht alle Airlines und inzwischen sieht unser Buggy dementsprechend aus. Es gibt hierfür aber Schutzhüllen) und einem nach der Landung wieder übergeben – da er ja erstmal wieder aus dem Gepäckraum geholt werden musste, ging das nicht sofort, aber man war immer bemüht es möglichst schnell zu machen.

 

An Board gab es erstmal ein kleines Plüschtier, außerdem Babynahrung (Gläschen) und Anweisungen für den „Lap Belt“, also das Anschnallen des Babys auf einem Schoß. Nachdem die Reisehöhe erreicht war, befestigte man für uns das „Baby Bassinet“, also Körbchen, das wir vorbestellt hatten und wo unsere Maus noch viel Platz hatte (mit ihren rund 72cm). In Punkto Sicherheit muss jeder selbst entscheiden, ob er einen zusätzlichen Sitzplatz für das Baby und die evtl. Babyschale bucht: da wir den Autositz aber in Australien nicht hätten benutzen dürfen, war das für uns keine Option.

 

Für die nächste Reise werde ich übrigens einen Schlafanzug kaufen für das Baby. Wir nutzen zu Hause die ballonförmigen Innen- und Außenschlafsäcke von Alvi. Mit einem (Bein-)Schlafanzug ist man aber flexibler mit Reinsetzen, schon vorher umziehen, tragen etc.

 

Insgesamt können wir Singapore Airlines generell und auf einer Reise mit Baby uneingeschränkt empfehlen!


Info: Zum Reisen mit Baby auf Flügen, bei der Deutschen Bahn und im Auto verfasse ich gerade einen ausführlichen Artikel, der in Kürze online ist.

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Führerschein

Internationaler Führerschein

Zusätzlich zum bekannten Kartenführerschein, muss man sich für Australien einen Internationalen Führerschein ausstellen lassen, worauf man warten kann. Die Kosten für die Ausstellung belaufen sich auf 15-20 €, der Internationale Führerschein ist 3 Jahre gültig.

 


Gastfreund-schaft

Nicht nur die allgemeine Gastfreundschaft in Australien ist hervorzuheben, sondern besonders auch die Kinderfreundlichkeit. Wir wurden von vielen Personen auf unser Baby, die Familie und unsere Reise angesprochen und trafen fast ausschließlich auf entzückte Gesichter. So fühlten wir uns auch nie verloren und freuten uns über gut gemeinte Ratschläge und Tipps, z.B. beim BBQ am Campingplatz.


Kinder-
reisepass

Bis zum Alter von 12 Jahren ist ein Kinderreisepass, der weltweit anerkannt wird, ausreichend. Da er keinen Chip enthält, entfällt hier der Fingerabdruck. Für Australien ist das aber ausreichend (ja nur z.B. für eine Einreise in den USA notwendig). Er kostet 13 €, eine Verlängerung oder Änderung kostet 6 €. Wir haben das Bild und die Größe unserer Tochter erst kürzlich anpassen lassen, dafür sind Seiten vorgesehen.


Kosten

Ja, auf eine so lange Reise nach Australien spart man einige Zeit und für 4 Wochen muss man dann einen 5-stelligen Betrag rechnen. Generell ist es aber mit einem Baby unter 2 Jahren noch empfehlenswert zu fliegen, da der Flugpreis für unser Baby nur rund 10% beträgt. Auch Campingplätze verrechneten (bis auf eine Ausnahme in Brisbane) immer nur 2 Erwachsene. Auch bei Ausflügen sind Kinder bis 2 oder manchmal bis 3 Jahren umsonst.


Milch und Säuglings-nahrung

Ich habe festgestellt, dass es wohl keine Unterscheidung der Anfangsnahrung wie bei uns nach Pre- und 1er-Nahrung gibt. Es gibt nur die Nummer 1 (von 0-6 Monaten) und die 2 (6-12 Monate). Obwohl ich zu Hause noch 1er-Nahrung füttere, habe ich hier die 2 gekauft (Aptamil Gold), bei der allerdings „Follow-Up-Formula“ steht, also Folgemilch. Ich denke die australische 1 entspricht unserer Pre oder 1 und die australische 2 dann unserer 2, bin ich aber nicht ganz sicher. Vertragen hat unsere Maus die 2 prima.


Moskitos

Die australischen Moskitos und Sandflöhe müssen unser europäisches Blut lieben: zwischen Agnes Water und Cairns wurden wir immer mehr zerstochen, trotz verschiedener Moskitosprays  oder -gele. Für unser Baby haben wir auf Empfehlung einen Roller gekauft, der „Walkabout Insect Repellent“ hieß (gelb, grüne Tube), sollte wohl das DEET nicht enthalten und etwas natürlicher sein. Sie wurde insgesamt nur 4x gestochen (wir ca. 50x) und hat keinen Ausschlag bekommen. Muss nicht zwingend dafür sprechen und wir haben sie schon vor Dämmerung mit langen Klamotten angezogen, aber geschadet hat es wohl auch nicht.


Nahrung für Babies

Die Babynahrung in Australien unterscheidet sich in drei Punkten zu der Deutschen:

  1. Größe und Verpackung: es gibt generell weniger Gläschen, dafür mehr Quetschbeutel. Die Größe ist meist weniger als bei uns, z.B. ein Gemüse-Fleisch-Brei-Gläschchen ab 8 Monaten fasst nur 170g statt bei uns 220g oder ein Frucht-Quetschbeutel hat nur 120g statt wie bei uns ein Gläschchen von 190g.
    Marken wie Hipp gibt es hier nicht, die Gängigste war „Heinz“
  2. Getreideflocken: die Unterscheidung nach Gemüse-Fleisch-Brei, Getreide-Obst-Brei und Milch-Getreide-Brei scheint in Australien nicht so verbreitet zu sein. So sind Getreideflocken zwar zu kaufen, aber zu einem teureren Preis bei wenig Auswahl. Wir hatten bei Woolworths einen Brei von Nestlé gekauft: „Cerelac Oats with Prune“, der in Ordnung war und dann mit frischen Früchten oder den Früchte-Quetschbeutel gemischt wurde. Bei den Cornflakes etc. sollten aber oft zumindest Haferflocken zu finden sein.
  3. Bio = Organic: wir haben oft die Produkte von Heinz gekauft, zumindest die Mittagsmenüs, hier gibt es Organic-Food, also nach Bio-Verordnung, aber nicht so zwingend wie in Deutschland. Geschadet hat es unserer Maus aber nicht und die Vorgaben werden hier dennoch streng sein.

Insgesamt hat unser Baby die Umstellung auf die australische Kost gut vertragen, die Mittagsgläschen habe ich in der Mikrowelle gewärmt und Früchte oft kalt gegeben: hat wunderbar geklappt. Auch die Portionen waren dann ausreichend, dafür gab es mehr zu trinken.


Reisebett und Alternativen

Wir haben für unsere Reise mit (nur einem) Baby 2016 bei K-Mart für 50 AUD ein Reisebett gekauft, das wir nicht nur nachts (auf dem hinteren Bett aufgestellt), sondern auch tagsüber genutzt haben, um das Baby mal sicher abzulegen.

 

Für unsere Reise 2019 mit Baby und Kindergartenkind ist mein Favorit momentan ein Pop-Up Reisebett, z.B. das Deryan Travel-Cot Baby Luxe: Wiegt nur 2kg und kommt evtl. gleich in den Koffer. Da das Pop-Up Bett nicht so groß ist wie das Reisebett, kann ich es auf die Matratze des hinteren Bettes stellen und mein Baby dann rausnehmen und neben mich legen, wenn es nachts aufwacht (was es viel öfter tut als unsere Tochter damals). 

 

Für ältere Kinder ist evtl. auch ein aufblasbarer Bettrand denkbar, der als Rausfallschutz dient. Habe ich selbst aber noch nicht getestet.


Schlaf

Unser Baby hat zu Hause immer um ca. 19 Uhr geschlafen, das sollte sich in Australien ändern. Da es ja zu unserer Reisezeit im Mai schon um 17:30 Uhr dunkel war, muss sie auch in einem anderen Rhythmus gewesen sein und war meist schlagartig müde. Also um
18 Uhr ab ins Bett, dann stieg die Laune auch bei allen Beteiligten. Daher auch die Empfehlung ein Reisebett zu kaufen, damit nicht immer ein Erwachsener schon um 18 Uhr mit ins Bett muss (wobei wir auch meist um 20 Uhr schon geschlafen haben :)). Am Rande: wir hatten ihren Schlafsack dabei, das würde ich auch so empfehlen, da die Temperaturen doch mal schwanken können (im Camper). 


Trage

Nicht nur für den Flug ist eine Babytrage unglaublich sinnvoll und sollte daher unbedingt auch ins Handgepäck. Vor Ort ist man dann eigentlich auch in jedem Urlaub froh um eine Trage, da man manche Ziele schneller und einfacher erreicht, weil es z.B. wie in Byron Bay viele Treppenstufen gab.


Visum

Für Reisen bis zu 3 Monaten ist das Touristenvisum ausreichend, das auch kostenlos ist. Es heißt eVisitor (subclass 651) und muss vor Reiseantritt online beantragt werden. Das geht aber i.d.R. sehr schnell.


Waschen

Ihr könnt unnötige Kleidung getrost zu Hause lassen, eigentlich kann man auf jedem Campingplatz waschen (4x1 AUD Münzen) und seine Wäsche auf Leinen hängen (Wäscheklammern haben wir von unserem Vermieter bekommen) oder ggf. trocknen (auch 4x1 AUD). Nicht bei allen (oder nur bei wenigen?) Campingplätzen kann man allerdings warm oder heiß waschen, aber der „Cold Wash“ war für zwischendurch in Ordnung. Waschmittel kann im Supermarkt gekauft werden (größere Packungen) oder auch am Campingplatz.


Tipp:  Für unsere nächste Reise sammle ich bereits diese einzeln verpackten Pads und andere Proben von Waschmittel – vielleicht reichen die dann aus.


Windeln

Für die ersten drei Tage (plus Flug) hatte ich Windeln mitgenommen. Gleich im ersten Supermarkt in Sydney bzw. auch im Aldi habe ich dann „Nappies“ entdeckt. Wir haben die von Huggies gekauft (gibt es für Mädchen in pink oder für Jungs in blau) und waren recht zufrieden, obwohl sie mir dicker erschienen als die Pampers. Es gibt wie bei uns verschiedene Größen und die Preise waren auch vergleichbar: Babywindeln kann man in Australien also problemlos kaufen.


* Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung! Der Text ist ein redaktioneller Beitrag. Er spiegelt meine persönliche Meinung wider und beruht auf meinen eigenen Erfahrungen mit den genannten Produkten. Eine mögliche werbende Wirkung ist unbeabsichtigt, ich habe hierzu keinen finanziellen Ausgleich erhalten.