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Kinobesuch mit 3 Jahren

Toll fürs Kind oder nur eine Wunschvorstellung der Eltern?

Seit wir Eltern sind, verbinden wir mit Kino einen gemütlichen Abend zu Zweit. Denn so etwas wie einen Tanzkurs, Disco- oder eben Kinobesuch ist Paarsache. Auch Ehrensache, denn es ist in einem Kino ja viel zu laut und zu viele Eindrücke für ein Kind. Und ist es nicht auch schön, dass man sich manche Orte als Paar erhält? 

 

Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich ein Filmplakat für „Disney Junior Mitmach-Kino mit Mickey Mouse” gesehen habe und an die strahlenden Augen meiner 3-jährigen Tochter gedacht habe, als wir ihr vor einigen Monaten den Kinokomplex in Nürnberg von Innen gezeigt haben – zugegeben, sie war vor allem von der Popcorn- und Speisetheke begeistert, in einen Kinosaal selbst sind wir ja nicht rein. Da die Vorstellung auch nur 1 Stunde dauern sollte, erschien mir das eine tolle Idee und ich freute mich auf die Zeit zu Dritt, da unsere Tochter uns seit der Geburt ihres Bruders auch länger nicht mehr alleine hatte. 

Disney Junior Mitmach-Kino: so war's

Warten auf das Disney Junior Mitmach-Kino

Unsere Tochter war am Tag dann sehr aufgeregt und freute sich auf das Kino. So haben wir erst mal Popcorn bestellt und ihr alles gezeigt. Was auffiel, dass die Mehrheit der Kinder wohl schon etwas älter war, aber auch einige Kinder um die 3 Jahre sein mussten.

 

Nachdem wir unsere Plätze eingenommen hatten, wurde mir recht schnell klar, dass ich die Zeit wieder mal etwas blauäugig kalkuliert und eine 20-minütige Werbung an einem Sonntag Mittag nicht bedacht hatte. So fragte nicht nur unsere Tochter, sondern auch die Kinder links und rechts von uns immer häufiger, wann es denn endlich losginge, vor allem da das Popcorn inzwischen sehr schrumpfte. Als es soweit war, wurde Mickey Mouse, die quasi durch das Programm führte, mit vielen Ahhs und Ooohs begeistert begrüßt. 

Mit 3 Jahren beim Disney Junior Mitmach-Kino

Das Mitmach-Kino trägt seinen Namen übrigens, weil man zum „Mitfiebern, Mittanzen und Mitraten” ermutigt wird: und das war wirklich süß. Kaum kam das erste Lied (es war aus irgendeiner Disney-Tanz-Serie), hüpften die Kinder auf und ab und drehten sich und sangen mit! Die Stimmung schlug auch schnell auf ein paar Erwachsene über, die entweder aus Belustigung oder wie ich um ihr eigenes Kind zu motivieren auch mitsangen :)

 

Zwischen den Liedern gab es  Rätsel wie z.B. ein Puzzle, hinter dem sich Figuren versteckten und drei verschiedene Episoden von Disney's Serien (an alle Kenner: vielleicht waren es auch neue Folgen??). Die konnte man eigentlich schon vorher wissen, da sie auf dem Filmplakat abgebildet waren: Welpen Freunde, Die Garde der Löwen und Vampirinha. Vielleicht gab es den Ein oder Anderen, der hier wie ich – oder war ich einfach wieder blauäugig – mehr Mickey Mouse erwartet hatte. Zuhause haben wir ab und zu das Wunderhaus gesehen und ich glaube, darüber hätte sich unsere Große auch mehr gefreut.

Der Gesamteindruck

Ab wann sollte man nun mit Kindern ins Kino? Schwer zu beantworten. Durch die oben genanten Punkte war der Zeitpunkt für den ersten Kinobesuch vielleicht ein paar Monate oder gutes Jahr zu früh. Allerdings hatten wir auch weder die Erwartung an einen Kinofilm, noch die Intention, unsere Tochter visuell zu überfordern. Daher hatten wir dennoch einen positiven Gesamteindruck und unsere Maus eine gute Erinnerung (wie es z.B. bei einem Besuch im Puppentheater nicht der Fall war, weil sie das als zu real hinnahm).

 

Es gibt viele Kinderfilme im Kino: Im Dezember kommt „Der kleine Drache Kokosnuss“ ins Kino – für einen richtigen Kinofilm warten wir noch eine Weile und beschränken uns ab und an auf manche Folgen „Leo Lausemaus“ oder „Meine Freundin Conni“ zu Hause. 

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